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The O’Jays vs Angie Stone: “Wish i didnt miss u so”

16 April 2010 Kein Kommentar

2000er RnB trifft auf Philly-Soul: Angie Stone vs The O’Jays.
Bekanntheit erlangte Angie Stone erstmals in den frühen 80er Jahren als Mitglied der Hip-Hop-Gruppe The Sequence. Die Band galt als eine der ersten weiblichen Gruppen ihres Genres und konnte 1980 mit “Funk You Up” einen Hit landen. Später schloss sich Angie Stone dem R&B-Trio Vertical Hold an. 1999 trat Stone mit der Veröffentlichung ihres Albums Black Diamond erstmals als Solosängerin in Erscheinung.

Die CD erlangte bescheidene Erfolge, wurde für die Aufarbeitung stilistischer Ol’School-Elemente und ihren Gesang von Kritikern jedoch hoch gelobt und sogar mit einer Grammy-Nominierung bedacht. Nach einem Wechsel ihrer Plattenfirma folgten unter J Records 2001 Mahagony Soul und 2004 schließlich Stone Love. Seit November 2005 ist außerdem ihr Best-of-Album Stone Hits im Handel erhältlich.

Angie Stone “Wish i didnt miss u so”

Das Gesangsensemble “The O’ Jays” wurde 1958 von Walter Williams und Eddie LeVert als The Triumphs gegründet. Kurz danach schlossen sich Billy Powell, Bill Isles und Bobby Massey an. Nach ihrer Umbenennung 1959 in The Mascots traten sie erstmals in Cleveland auf, wo der DJ Eddie O’Jay auf sie aufmerksam wurde und ihnen einen neuen Namen, The O’Jays, verpasste. Unter seiner Leitung nahmen sie 1961 bei Wayco Records ihre erste Single Miracles auf. Sie floppte, und die O’Jays wechselten zunächst zu King Records, bis sie 1963 bei Imperial unterschrieben.

1965 hatten sie mit Lipstick Traces erstmals einen mittleren Hit, der nur knapp die Top 50 der Pop-Charts verfehlte und es immerhin auf Platz 28 der Soul-Charts brachte. Dennoch mussten sich die O’Jays zunächst als Background-Chor für damalige Stars wie Nat King Cole oder The Ronettes ihren Lebensunterhalt verdienen. Noch im gleichen Jahr kehrte Isles den O’Jays den Rücken. Daraufhin wechselten sie erneut das Label und unterschrieben 1968 schließlich bei Bell Records, ihr Produzent wurde George Kerr.

Die Erfolge der folgenden Veröffentlichungen waren trotzdem noch immer nicht die erwünschten, allerdings erregten sie Aufmerksamkeit bei den Produzenten und Komponisten Kenny Gamble und Leon Huff, die sich nun der O’Jays annahmen. Nach zwei Single-Veröffentlichungen auf Neptune Records, einem Sublabel von Chess, mussten sie durch den Tod von Leonard Chess und den Verkauf des Chess-Labels jedoch schon wieder wechseln. Auch Massey verließ als Folge dessen 1972 die O’Jays, die schließlich bei Philadelphia International Records, dem eigenen Label von Gamble und Huff, unterschrieben.

Im Herbst desselben Jahres setzte schließlich die Erfolgswelle ein. Die Single Back Stabbers vom Juli 1972 erreichte als Crossover Platz 3 der US-Pop-Charts und wurde so zum ersten großen Hit der Gruppe. Bis Ende 1975 folgten weitere Hits wie For the Love of Money (USA # 7), Let Me Make Love to You, Give the People What They Want, Love Train (USA # 1, GB # 7), Put Your Hands Together (USA # 11) und I Love Music (USA # 7, GB # 13). Auch einige ihrer Alben platzierten sich hoch in den Charts. 1977 starb Powell an Krebs, worauf die O’Jays Ersatz in Sam Strain fanden. Auch 1978 und 1979 waren gute Jahre für die Gruppe mit Livin´ For The Weekend (USA # 28) und Use To Be My Girl (USA # 3, GB # 12). Erst 1980 verebbte die Erfolgswelle, bis die O’Jays um 1982 zunächst endgültig aus den Charts verschwanden.

Auf dem 1985er Album Love Fever versuchte die Band nun an Trends anzuknüpfen, indem sie auf der LP Elemente aus dem Hip Hop einsetzten. Der Erfolg blieb trotzdem aus. 1990 erhielten die O’Jays einen American Music Award und gingen mit Regina Belle auf Tournee. Nach einem kleinen Besetzungswechsel – Strain stieg 1991 aus und wurde durch Nathaniel Best ersetzt – brachten sie sogar noch zwei Alben, Emotianally Yours (1991) und Heartbreaker (1994) in die Top 100 der US-Billboard 200 Charts. 1997 stieß Eric Nolan Grant zur Band und ersetzte Nate Best. 2005 wurden die O’Jays in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

The O’Jays “Backstabbers”


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